Einrichtung einer Zahnarztpraxis

Das Layout einer Zahnarztpraxis erfordert eine lange Überlegung, da viele professionelle, hygienische und patientennahen Anforderungen berücksichtigt werden müssen.

Denn von Anfang an müssen der Projektleiter und der Innenarchitekt zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass technische und ästhetische Fragen die am besten geeigneten Antworten finden.

Zahnarztausrüstung

Von allen zu berücksichtigenden Aspekten ist die Ergonomie der Praxis am wichtigsten, da sie den Komfort und die Arbeitsfreundlichkeit des Praktikers bestimmt. Es ist wichtig, dass der Architekt weiß, wie man ergonomische Anforderungen seitens des Praktikers schafft und diese in ein ästhetisches Konzept integriert.

A- Die Konzepte:

In den ersten Gesprächen ist es wichtig, dem Innenarchitekten die Grundzüge des durchzuführenden Projekts zu erläutern: Anzahl der Stühle, Büroräume, Radiographie, Sterilisationsraum, Budget.

Die Rolle des Innenarchitekten besteht darin, alternative Konzepte zu entwickeln, die den Projektrichtlinien entsprechen und die technischen Gegebenheiten des Gebäudes berücksichtigen.

B- Die Schritte:

Wie wir verstanden haben, durchläuft die Realisierung eines solchen Projekts viele Phasen und beginnt lange vor Beginn der Arbeit.

Der erste Schritt ist die Präsentation eines Vorentwurfs durch den Innenarchitekten, der eine Diskussionsgrundlage für die Entwicklung des Projekts und seiner Konzepte bietet, indem er sich auf die folgenden Punkte konzentriert:

1- Ergonomie:

Der Arbeitskomfort für den Praktizierenden ist das wichtigste Element, das es zu berücksichtigen gilt. Der Arbeitsplatz muss dem Praktizierenden eine Position bieten, die es ihm ermöglicht, den Patienten bestmöglich zu versorgen. Die Position des Stuhls und der Zugang zu den Interventionsinstrumenten (und damit deren Aufbewahrungsmethode) sind entscheidende Faktoren für eine gute Ergonomie.

2- Verkehr:

Die Zirkulation innerhalb des Büros ist oft komplex: Zirkulation von Patienten, Personal, Fluss von zu sterilisierenden Utensilien.

Hier ist im Anhang der Praxis ein Sterilisationsraum vorgesehen, um den Patienten nicht zu stören, der von der Rezeption zur Praxis geführt wird.

3- Schalldämmung:

Neben der Ergonomie rund um den Stuhl erfordert die Zahnpflege eine oft laute Saug- und Kompressionsausrüstung.

Die Schalldämmung eines Technikraums muss einem Team von Spezialisten übertragen werden.

Hier wurden die Wände des Technikraums mit Gipskartonplatten mit Zwischenisolierung ausgekleidet. Der Kompressor ist in einem speziell entwickelten Gehäuse untergebracht.

4- Beleuchtung und Licht:

Licht ist ein wichtiges Element für den Praktizierenden selbst, um zum Beispiel die genaue Farbe der Zähne zu bestimmen.

Natürliches Licht hat auch einen erheblichen Einfluss auf das Gleichgewicht und die Gelassenheit der Praxis.

Die mit Jalousien verkleideten Erker des abgebildeten Schrankes lassen Licht durch und respektieren die Privatsphäre des Schrankes.

Hier wurden spezielle Beleuchtungskörper, die Tageslicht erzeugen, über dem Stuhl platziert.

Schließlich ermöglichen Wände aus säurebehandeltem Glas, dass Licht in die Empfangs- und Wartebereiche gelangt.

5- Hygiene:

Die in Zahnarztpraxen, für Böden oder Möbel verwendeten Materialien müssen pflegeleicht sein, um den hygienischen und aseptischen Anforderungen zu entsprechen.

Bodenmaterialien wie Marmor sind von besonderem Interesse, da sie im Gegensatz zu Fliesen oder Holz keine Fugen benötigen.

Für Möbel ist Laminat eine glatte, widerstandsfähige und pflegeleichte Oberfläche. Auf Holz furniert, lässt es sich leicht an individuelle Möbel anpassen, die wiederum den Wünschen des Projektleiters und den Platzverhältnissen am besten entsprechen.

Neben den Büros selbst muss besonders auf die Gestaltung der Empfangs- und Wartebereiche geachtet werden, die die ersten Kontakte sind, die der Patient mit dem Büro haben wird.

Hier schafft das Konzept einen einladenden Raum, der den Patienten mehr dazu inspiriert, sich wie ein Wohnzimmer zu fühlen als wie ein Wartezimmer: Parkettboden, Holzmöbel, Stehlampen, Sessel und Blumen vermitteln einen Eindruck von Komfort, den man eher zu Hause als im Wartezimmer gewohnt ist.

Insgesamt hängt die Gestaltung einer Zahnarztpraxis wie bei jedem Innenarchitekturprojekt entscheidend von einem schnellstmöglichen Dialog zwischen dem Architekten und dem Praktiker ab.

Da es sich um ein Projekt mit hohen technischen Anforderungen handelt, ist das Projekt zwangsläufig mit einer großen Anzahl von Iterationen verbunden. Andernfalls besteht die Gefahr, dass missverstandene Wünsche, unterschätzte Anforderungen und ungeeignete Lösungen zu spät entdeckt werden.

Auf jeden Fall sind die wichtigsten Punkte, die so schnell wie möglich geklärt werden müssen, Ergonomie, Verkehr, Schallschutz, Beleuchtung sowie Beleuchtung und Hygiene.

Anschließend kann das Projekt entwickelt werden und der Innenarchitekt kann den Fortschritt der Arbeiten überwachen und den erfolgreichen Abschluss während des gesamten Projekts überwachen.